Zur Person:
Dr. Hellmuth Wachtel aus Wien gilt heute als einer der großen Kynologen des alten Schlags in Europa. Sein Leben lang hat er als Genetiker und Tierzüchter gearbeitet und ist in der kynologischen Fachliteratur im In- und Ausland führend. Sein Buch "Hundezucht 2000" hat für viel Aufregung gesorgt. Soeben ist sein Buch "Das Buch vom Hund" erschienen.
Vom art- und rassegerechten Umgang mit dem jungen Hund
von Dipl.Ing. Dr. agr. Hellmuth Wachtel, Wien
Wir haben einen jungen Hund im Haus. Ein lebendes Wesen, das eben aus dem Verband seiner Mutterfamilie gerissen wurde, Mutterfamilie deshalb, weil ja es meist seinen Vater nicht kennt. Nach Trumler und anderen Ethologen ist das eigentlich schon problematisch, es heißt, auch der Welpe braucht seinen Vater.
Und nun hat er auch keine Mutter mehr, keinen Kontakt zu dem ihm vertrauten Züchter und dessen Familie und seine Spielgefährten, sind auch weg. Die Umwelt und seine Kontaktpersonen sind nun ganz anders.
Der Welpe ist ein Wesen, das blind und taub geboren wird und sehr rasch zu einem äußerst aktiven Wesen aufblüht. Seine Entwicklung wird durch unsere Übernahme traumatisch unterbrochen. Hier soll beschrieben werden, wie wir seinen mannigfachen Bedürfnissen am besten entsprechen können, um für seine Entwicklung optimale Voraussetzungen zu schaffen.
Hunde sind Doppelwesen, sie haben zwei Identitäten und das ist ihnen zum Teil schon angeboren. Sie fühlen sich als Hunde und auch als Menschen. Dabei fällt auf, dass sie meistens den Menschen als Gesellschaft und Partner deutlich vorziehen, wie auch Dr. Feddersen- Petersen festgestellt hat. Viele können ohne den Menschen keine harmonierende Gruppe bilden, sie sind ja keine Wölfe mehr, sondern seit ca. 15.000 Jahren an die menschliche Gesellschaft angepasst. Das erleichtert ihre Einordnung bei uns und das bewirkt, dass Menschen und Hunde so gut zusammen finden können. Der wilde Welpe ist nach dem Entwöhnen in der Natur noch sehr an die Erdhöhle gebunden, wo er geboren wurde. Er muss noch sehr viel schlafen und ist meist unter der Obhut der Mutter oder eines Babysitters aus dem Rudel, das sind meist ältere Geschwister, weniger der Vater. Zu den ganz jungen Welpen hat die Mutter meist noch niemand dazugelassen, obwohl „Freundinnen“ ihren Nachwuchs gemeinsam aufziehen. Jetzt aber ist sie froh über die Hilfe. Es kann sein, dass sie nur bestimmte Rudelmitglieder als Helfer zu den Welpen lässt. Statt Muttermilch bekommen die Jungen jetzt Fleischstücke von der Beute oder ganz kleine Beutetiere, z. B. Hasen, meist aber wird ihnen das Futter vorgewürgt. Das ist mehr oder weniger mundgerecht, warm und schon etwas vorverdaut. Der Welpe lernt so seine spätere Beute als Nahrung kennen, zugleich unternimmt er von Tag zu Tag längere Streifzüge. Oder er wird, wie man es in einem hochinteressanten Video der Eberhard Trumler Station in Wolfswinkel sehen kann, von einem Babysitter zum gemeinsamen „Rendezvousplatz“ des Rudels mitgenommen. Wo er dann unter den Erwachsenen sich tummeln, mit den Spiellustigeren unter diesen herumtollt und anderen zum Teil sehr lästig fällt. So wird er nicht selten angeknurrt, umgestoßen oder auch gezwickt, so dass er kurz winselt. Als Unterwerfungsgeste legt er sich vor dem verärgerten Erwachsenen auf den Rücken, dabei werden wohl auch ein paar Tropfen uriniert. Dies verfehlt nie seine Wirkung, denn dies ist die Geste, die der Mutter zum wickeln vorgeführt wird, die dann mit der Zunge den Bauch massiert, worauf sich der Welpe löst und die Mutter ihn sauber leckt. Gebeutelt wird er übrigens in der Regel nicht, auch nicht von sehr groben Erwachsenen, denn dies ist eine Tötungsart für sehr kleine Beutetiere. Aber grobes Anfahren kommt oft vor, auch übermäßiges „sekkieren“ von Welpen, besonders durch junge Hündinnen. Die Zeit nach der Entwöhnung legt die Grundlage für die Anpassung an die Umwelt und die Erlernung der Verhaltensweisen zur Vermeidung von Gefahren, Einordnung in das Rudel der Erwachsenen und die Stellung unter den Welpen, wie auch das Erlernen der Nahrungssuche, die Erbeutung kleiner Beutetiere und die Beherrschung der Bewegung in verschiedenen Geländeformen, des Wassers. Schließlich als Halberwachsene, kommen die Jungtiere mit auf die Beutezüge und etwas später entscheidet sich, ob sie im Rudel verbleiben, dieses freiwillig verlassen oder vertrieben werden. Dadurch wird die Rudelgröße geregelt und Inzucht vermieden, den ingezüchtete Nachkommen wären im Lebenskampf nicht ingezüchteten Rivalen an Lebenskraft unterlegen. Was folgt daraus für uns als glückliche Besitzer eines hoffnungsvollen Welpen? Wir müssen uns vor Augen halten, dass jeder Tag in dem jungen Leben für ihn und auch uns kostbar ist, denn jetzt wird sein Gehirn wie ein Computer mit Informationen über die Umwelt, ihre Gefahren und Annehmlichkeiten, den Umgang mit anderen Lebewesen und vor allem mit Menschen und anderen Hunden versorgt
Es kann jetzt der Keim für spätere Aggressivität oder Furchtsamkeit gelegt werden, ist also entscheidend für sein späteres Schicksal und wie wir mit ihm auskommen. Natürlich ist dies auch die Zeit, in der die Grundlagen für spätere Leistungen gelegt werden können, für jeden Hundesport ebenso wie für den Dienst- oder Jagdhundegebrauch. Jeder versäumte Tag, in dem der junge Hund nicht Erfahrungen machen konnte, an dem er nicht in irgend einer Weise gefordert wurde, ist eine versäumte Chance. Natürlich darf man das junge Tier nicht überfordern, aber schon der Züchter sollte einen Welpen einen Abenteuerspielplatz bauen, z. B. mit kleinen Geräten in der Art von Agylity und ständig neuen Anordnungen, um den Kleinen wechselnde Probleme zu stellen. Dies sollten wir fortführen und den Welpen, jeweils auf nicht zu lange, in neue Umgebungen bringen, also einerseits auf die Strasse in Gegenden mit verschiedener Verkehrsintensität, andererseits in die Natur, in Feld und Wald. Die meisten Hunde leben dort geradezu auf, sie lernen ihren Geruchsinn an vielen Spuren zu üben, ja man könnte ihr Verhalten dort gerade zu „studieren“ nennen.
Das regelmäßige Spielen mit gleichaltrigen Welpen ist sehr wichtig. WENDT hat dies ja als „PRÄGUNGSSPIELTAGE“ institutionalisiert. Auch mit „kinderfreundlichen“ erwachsene Hunden sollte man sie zusammenbringen. So wird man in den meisten Fällen verhindern können, dass sich eine starke Aggressivität oder Scheu zu anderen Hunden herausbildet, die die Haltung eines Hundes sehr unbequem machen kann.
Die meisten Hunde entwickeln früher oder später eine gewisse Wachsamkeit, vor allem nachts. Dies sollte man behutsam fördern oder zügeln, je nach dem Grad derselben. Es kann so u. U. ein Kläffer herangezogen werden, dem man diese Eigenschaft später nur sehr schwer oder gar nicht abgewöhnen kann. Bellen war und ist für den Haushund sehr wichtig, denn als Wächter muss er bei einem Eindringling oder einem bedrohlichen Ereignis etc. eben solange bellen, bis jemand alarmiert wird. Wölfe und Füchse bellen auch, aber nur sehr „einsilbig“ als kurzer Warnlaut, damit die anderen fortlaufen, langes Bellen könnte gefährlich sein. Das lange Bellen des Haushundes ist aber andererseits heute besonders in Städten eine Quelle des Ärgernisses geworden. Daher ist es wichtig, das Bellverhalten schon des Junghundes in die richtigen Bahnen zu lenken. Dazu hat sich als zweckmäßig erwiesen, dem Hund erst einmal beizubringen, auf das Kommando „laut“ zu bellen. Kann er das, bringt man ihm das verstummen auf „ruhig“ bei. Wenn das sitzt, fällt es leichter, ihn bei spontanem Gebell „abzustellen“.
Mens sana in corpo sano, gesunder Geist in gesundem Körper ist auch bei der Aufzucht eines Hundes gültig. Das Mittel dazu ist Hundesport, aber nicht nur das (auch wichtige) „SITZ“, „PLATZ“, usw., sondern richtiger Ausdauersport für den Hund. Dazu eine Grundregel: Je älter der Mensch, desto kleiner und/oder kurzbeiniger soll der Hund sein! Umgekehrt, je jünger und sportlicher, desto größer kann/soll der Hund sein. Hunde sind Bewegungstiere, sie haben ein relativ viel größeres Herz als der Mensch und ein Hund von Terriergröße kann den menschlichen 100m Weltrekord einstellen (d.i. 36km/h). Vor allem aber: Der Hund ist ein Traber, und zwar alle Rassen außer einigen körperlich stark abweichenden Formen, nicht nur die, die das „Trabgebäude“ für sich reklamieren! Jeder frei laufende Hund wird auf größeren Strecken nicht gehen, sondern ausdauernd traben, schon hochläufige Terrier tun das mit 8 bis 10 km/h, größere Hunde kommen auf 14-15km/h. Ein großer Hund kann also an der Leine beim Spaziergang bei 4-5km/h nicht auf sein erforderliches Laufpensum kommen. Kleine Hunde, besonders kurzläufige, kommen schon bei dieser Geschwindigkeit auf ihr Laufpensum und können sich sogar in der Wohnung viel Bewegung verschaffen. Ob vielleicht große Hunde sobald sterben? Dr. Räber sagte mir jedenfalls, dass die Berner Sennenhunde viel älter wurden, als sie noch die Milchkarren zogen (jetzt ziehen sie Gott sei Dank wieder manche, wenn es auch nicht die Milch ist, sondern nur zum Sport).
Wer aber einen hochläufigen Hund ab etwa 40 cm Widerristhöhe hat, der laufe oder Rad fahre mit ihm – natürlich nach tierärztlicher Untersuchung und nach allmählichem Aufbautraining möglichst täglich, allerdings erst ab etwa 8 Monate (größere Rassen noch viel später) je nach Größe und Rasse mit 8-12km/h. Für schwere Rassen kommt eher der Wagenzug in Frage. Sprinten kann man mit dem Hund mittels einer „Trainingsangel“ üben, d.i. ein 3-4m langer, etwas gekrümmter Zweig, an dessen Ende wir eine Stofflappen befestigen. Diese lassen wir vor ihm flattern, er kann so den Beutetrieb ausleben und trainiert seine Geschwindigkeit.
Aber jedes Training dosieren und nur bei kühlen Temperaturen, denn der Hund hat nur ein schlechtes Wärmeregulierungssystem, wenn auch manche Rassen diesbezüglich viel aushalten.
Spielerisch kann man natürlich auch etwa ab drei Monaten mit der Einübung der Leinenführigkeit beginnen. Anfänglich hilft dabei die starke Fixierung des Welpen auf „Eltern“, einerseits in Bezug auf Nahrung, andererseits aus Schutzbedürfnis. Das kann man sich zu Nutze machen, indem man dem Welpen im Gehen einen Leckerbissen zeigt und ab und zu auch gibt. Man probiert dabei von dem Umstand, dass Altwölfe vor dem Vorwürgen meist eine gewisse Strecke laufen, die Welpen hinterher in Erwartung des Futters. Obwohl die heutigen Haushündinnen oft nicht mehr vorwürgen, ist dieser Vorgang in den Welpen vorgeprägt. Auch das Herankommen ist so leicht zu üben. Dabei ruft man „HIER“ und verabreicht einen Leckerbissen. Hält man diesen hoch über seinen Kopf und bewegt ihn zurück, kann man ihm mit „SITZ“ auch oft das Sitzen beibringen.
Aber bald kommt der HUND ins fünfte Monat und da tritt meist eine gewisse Selbständigkeit auf, pubertätsbedingt, die Zeit des braven “Kleinkinds“ ist dann vorbei. Man kann zwar jetzt auch das Gehen bei Fuß üben, doch ist der junge Hund meist sehr unkonzentriert und enorm ablenkbar. Es ist deshalb besser, auf Gehsteigen etc. zu üben, statt auf den mit interessanten Gerüchen übervollen Wiesen und Rasenflächen. Ruhiges Sitzen, Stehen und Liegen ist meist schwer erreichbar in diesem Alter, wenn man sich energisch durchsetzt, denn die hundlichen Gebräuche sehen vor, dass bei Auseinandersetzungen der Unterlegende bewegungslos liegen bleibt, wogegen der Überlegende auf jede vorzeitige Bewegung mit einem heftigen Vorstoß reagiert. Energisches Durchgreifen ist natürlich richtig zu dosieren und es gibt kein „nachtragen“, sondern Lob und Belohnung, aber in diesem Fall erst nach der Aufhebung des Stillhaltebefehls. Wie Dr. Brunner in „Der unverstanden Hund“ so richtig sagt, lernen höhere Tiere erstaunlicher Weise bestimmte Dinge immer im Zusammenhang mit Ort, Zeit, Situation und der betreffenden Person. Das dürfte mit einem geringer ausgebildeten Generalisationsvermögen zusammen hängen. Bringen wir ihm z. B: „SITZ“ in der Wohnung am Abend bei, heißt das nicht, dass er das dann auch im Garten mit ihrer Frau (Mann) vormittags auch kann. Er muss diese verschiedenen „Rahmenbedingungen“ erst lernen, sonst assoziiert er die Übung nur mit einer bestimmten Sachlage. Oft kann er etwas auch freiwillig in gelöster Atmosphäre außerhalb der regulären Übung, nicht aber bei Anspannung unter psychologischem Druck. Hungrige Hunde lernen leichter als satte Hunde.
Man wird sportlich wohl mit seinem Hund etwas vorhaben, der Jäger wird seinem Jagdhundwelpen für die Jagd abführen wollen, der Huskybesitzer (hoffentlich) Schlitten- oder Wagen fahren, ein Border Collie, Malinos oder Sheltie ist ideal für Agility- oder auch Schafe hüten, Pudel sind sehr begabt für Obedience und so weiter. Agility ist grundsätzlich für alle Rassen geeignet. Da ist es vorteilhaft, schon sehr früh den Junghund mit der Atmosphäre seines späteren „Berufes“ vertraut zu machen. Man sollte aber dafür immer die richtige Rasse wählen. Jeder Hund muss Unterordnung lernen, aber ein Beagle Basset oder Dackel sollte man besser nicht mit Obedience quälen, es ist einfach nicht rassegerecht (aber Unterordnung müssen sie schon können). Man kann zwar dabei Erfolg haben, aber vermutlich wird das Training für den Hund und den Menschen recht mühsam sein. Natürlich gibt es Ausnahmen. Wenn aber ein recht hochläufiger Dackel einen akzeptablen Agility-Parcours hinlegt, dann kann man nicht sagen, wie ich es vom Kommentator einer Veranstaltung hörte, „sehen Sie, es kommt gar nicht auf die Rasse an“. Abgesehen davon, das Springen Dackeln nicht gut tut, ist es nicht die Stärke dieser Rasse auf jeden Wink zu folgen. Warum, das habe ich schon einmal in der UH dargelegt.
Beagles sind Jagdhunde, Vorstehhunde oder Spaniels sind Jagdhunde. Warum sind die Letzteren bei Obedience erfolgreicher? Schäferhunde sind Hirtenhunde, Hirtenhunde sind Herdenhunde. Aber Letztere findet man kaum je bei Agility oder Obedience, Erstere beherrschen das Feld. In beiden Fällen ist es eine Frage der Unabhängigkeit im Gebrauch. Schäferhunde, Spaniels und Vorstehhunde, auch die Retrevier, sind seit vielen Generationen auf Unterordnung gezüchtet. Sie müssen mit dem Schäfer bzw. dem Jäger mit der Büchse eng zusammenarbeiten. Daher folgen sie auch weit leichter bei Agility und Obedience jedem Wink. Hirtenhunde dagegen und Bracken, wozu der Dachshund und der Beagle gehören, arbeiten im Vergleich viel selbständiger und müssen sich durchsetzten. Hirtenhunde schützen vor Wölfen, Bären und Räubern, Bracken jagen alleine das Wild, der Jäger folgt ihnen. Der Dachshund stellt den Fuchs alleine im Bau, der Jäger sieht ihn gar nicht. Man sollte daher mit dem Beagle lieber eine BGH1 statt Obedience absolvieren und ihm die Freude der „rassegerechten“ Fährtearbeit machen. Hirtenhunde sich kräftig genug für den Wagenzug oder auch als Traghund bei Wanderungen.
Noch einige überraschende Details: Bei den Terriern, meisten ursprüngliche Bauhunde, und den Schnauzern sticht der (Nicht – Bauhund) Schnauzer mit seiner sehr hohen Abrichtbarkeit hervor, die am wenigsten abrichtbaren Rassen sind die niederläufigen Terrier. Dasselbe merkwürdige Phänomen finden wir beiden Bracken (Laufhunden): Die niederläufigen Dackel (auch ein Bauhund!) und Basset, sind am wenigsten abrichtbar. Ähnlich gering ist die Abrichtbarkeit bei den Windhunden, auch das ursprüngliche, selbständige Hetzjäger, wenn auch ganz anderer Art. Bei den Molossern und den Hirtenhunden wieder fällt auch eine durch Abrichtbarkeit auf, es ist der Rottweiler, der ja ein Treibhund war, also eine ganz andere schäferhundähnliche Funktion hatte. In der Gruppe der Spitze ist die Masse durchschnittlich, mit zwei Extremen: Dem sehr gut abrichtbaren Wolfspitz und dem an einer letzten Stelle aller Rassen stehenden Chow Chow, ein Kontrast zwischen den europäischen und den asiatischen Spitz, wie er größer nicht sein könnte( der Wolfspitz war wohl ursprünglich oft ein „Hütespitz“).
Ich plädiere jedoch im Allgemeinen zu einer vielseitigen „Schnupper“- Ausbildung. Bei den meisten Hunden und Rassen sind oft variierende Anlagen für Jagdtrieb, Viehtrieben, Unterordnung Fährte, Wachsamkeit, Schutztrieb gleichzeitig und latent vorhanden. Man sollte daher schon mit den Junghund, wenn möglich, viele verschiedene Aktivitäten durchführen- ohne ihm zu überlasten, und natürlich mit Schwerpunkt seiner rassenmäßigen Bestimmung. Das bildet sein Wesen und seinen Charakter. Das ist auch die artgerechte Erziehung des Hundes zur Entfaltung seiner Instinkt ein Harmonie mit unseren Erwartungen.
Warum nur Rennen für Schlittenhunde, Yorkies, Pudel und Windhunde? Warum nicht für alle anatomisch nicht zu abweichenden Rassen? Für all diese, also die meisten Rassen, sollte es auch Ausdauerprüfungen geben. Freilich ist es so, dass eine vielseitige Ausbildung Nachteile hat, denn Spezialisten leisten mehr als Allrounder!
Je besser der Welpe und Junghund auf sein künftiges Leben vorbereitet wird, desto besser wird er in späteren Situationen ein gutes Anpassungsvermögen aufweisen, desto leichter wird er seine Aufgaben meistern und desto weniger Kummer wird er uns machen.