

Der Cocker ist bekannt als tüchtiger Esser, und er wird darin übertreiben, wenn man ihm freie Bahn läßt.
Beim Thema Frischfutter oder Fertigfutter sind selbst erfahrene Züchter oft verschiedener Meinung.
Wir empfehlen Ihnen, für die ersten Tage und Wochen nach der Übergabe des jungen Welpen, den Fütterungsplan, den Sie von Ihrem Züchter erhalten, vorerst beizubehalten. Damit vermeiden Sie mögliche Verdauungsstörungen. Es muß stets darauf geachtet werden, dem Nährstoffbedarf des Hundes gerecht zu werden und darauf zu achten, dass er eine gesunde, ausgewogene und ballaststoffreiche Nahrung erhält, damit Ernährungsmängel vermieden werden. Hierzu gehören auf jeden Fall: Proteine (Eiweiss), Kohlenhydrate, Fette, Vitamine, Mineralien, Rohfasern (Ballaststoffe) und Wasser.
Letztlich aber bleibt es Ihnen überlassen, was Sie aus Gründen Ihrer häuslichen Situation bevorzugen. Die in der Vergangenheit oft geäußerten Vorurteile gegenüber Fertigfutter sollen längst nach Auffassung der Futtermittelhersteller überholt sein, das heutige Fertigfutter enthalte alle notwendigen Bestandteile, wie Nährstoffe, Vitamine und Mineralien in der richtigen Dosierung. Die kritische Diskussion über nicht deklarierte und nicht kontrollierte Inhalts- und Zusatzstoffe in Fertigfutter sowie Überdosierungen, u. a. durch Vitamin- und Mineralstoffmischungen industriell bezogener und somit nicht kontrollierter Fertigmischungen der Hersteller, bleibt aber bestehen. Insbesondere wird ferner aufgezeigt, dass die vorhandenen Deklarationen der Hersteller auf den werbeträchtigen Verpackungen über prozentuale Anteile von Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche rein gar nichts über die Qualität aussagen und somit für die Praxis der Fütterung ohne jede Bedeutung sind.
Die Frischfleischverfechter stellen den "artgerechten" Menüplan für den Hund insbesondere aus frischem Rindfleisch, Pansen, Herz und Leber vom Metzger ihres Vertrauens zusammen. Nie rohes Schweinefleisch füttern, denn das könnte Erreger enthalten, die nicht für Menschen, wohl aber für den Hund gefährlich sind. Als notwendige Beikost wird meist gekochter Reis, Weizen- oder grobe Haferflocken und kurz gedünstetes Gemüse zugegeben. Damit ist für die gesunde Ernährung des Hundes nichts falsch zu machen!
Aus der artgerechten Ernährung läßt sich daher die Grundregel aufstellen, daß rohes Fleisch die Ernährungsgrundlage bildet. Als erforderliche Beikost müssen ferner aufgeschlossene Pflanzennahrung sowie Vitamine und Mineralstoffe den Speiseplan ergänzen. Als Alternative zum Fleisch kann auch einmal gekochter Fisch gegeben werden, der jedoch keine Gräten mehr enthalten darf.
Frischmilch ist für den jungen Welpen eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin C. Eier haben einen hohen Nährwert. Geben Sie Eier immer nur weichgekocht, wenn roh, dann nur den Dotter.
Tragen Sie Sorge für immer frisches, sauberes Wasser. Vor allem bei der Gabe von Trockenfutter muß stets frisches Wasser zur beliebigen Aufnahme durch den Hund bereitstehen.
Es ist schwierig, eine absolut genaue Menge anzugeben, die ein Hund als Ration täglich benötigt. Neben körperlicher Leistung, Wachstum, Größe, Gewicht und Alter spielt hierbei auch die individuelle Veranlagung des Hundes eine wichtige Rolle sowie Haltungs- und Umweltbedingungen.
Bei Mengenangaben ist also stets Vorsicht geboten. In der Regel benötigt ein erwachsener Hund pro Kilogramm Körpergewicht etwa 20 Gramm Rindfleisch, ein Welpe von 8 Wochen hat pro Tag einen Bedarf von ca. 200 Gramm Rindfleisch, der sich bei einem Alter von 6 Monaten auf maximal 350 Gramm erhöht. Besser als die Küchenwaage ist immer noch das eigene Fingerspitzengefühl bei der Zuteilung der Rationen. Also keine Angst bei der Fütterung. Hauptsache und entscheidend ist eine artgerechte und ausgewogene Kost für Ihren Liebling.
Geben Sie auf keinen Fall Knochen vom Wild, Geflügel oder Schwein! Erlaubt sind rohe oder gekochte Knochen vom Rind, Kalb oder Hammel.