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Bürsten und Kämmen

Das Fell des Cockers sollte täglich, mindestens aber drei- bis viermal pro Woche, gebürstet und gekämmt werden. Hierzu benötigen Sie:

- eine Bürste mit Metallborsten,

- einen groben und einen feinen Kamm

- eine spitze Schere.

Der grobe Kamm ist für die Ohren, Vorderläufe, Brust, Bauch, Hinterläufe und Gesäß bestimmt. Mit dem feinen Kamm werden nachher die toten Haare entfernt. Das Bürsten und Kämmen darf nur in Richtung des Haarwuchses erfolgen.

Skizze      Bernie vom Arnoldusritt

Um allerdings die langen Haare an der Brust, an den Vorderläufen usw. filzfrei zu halten, ist es ratsam von unten her mit dem Bürsten zu beginnen. Halten Sie mit der linken Hand die langen Haare nach oben und bürsten Sie langsam nach oben hin, mit der linken Hand immer einige Haare loslassend. Sollten Filzstellen erkennbar sein, versuchen Sie zunächst diese mit der Hand zu entwirren. Falls dies absolut nicht gelingt, mit der Schere etwas einschneiden, unlösbare Filzknoten letztlich mit der Schere entfernen.

Baden

Da der Cocker regelmäßig mit der Bürste und Kamm gepflegt wird, ist häufiges Baden überflüssig. Hat er sich aber in grobem Schmutz oder in stinkenden Gewässern nach eigenem Geschmack selber parfümiert, ist ein Bad von Nöten. Es sind im Fachhandel eine Reihe guter Hundeshampoos erhältlich. Man kann auch notfalls für Menschen vorgesehene Shampoos verwenden.

Achten Sie darauf, daß keine Seife ins Auge und in die Ohren gerät.Trocknen Sie ihn gut ab und lassen sie ihn solange nicht ins Freie, bis er richtig trocken ist.


Kontrolle der Augen und Ohren

Die Schleimtropfen in den Augenwinkeln mit einem in warmen Wasser getränkten Wattebausch vorsichtig entfernen.

Kontrollieren Sie auch regelmäßig die Ohren und entfernen Sie die langen Haare am Ohreingang, damit sie nicht ins Ohr hineinwachsen.

Zum Reinigen des Gehörganges von fetthaltigem Ohrenschmalz, darin eingebettete Fremdkörper und Schmutz, eignet sich die „Waschmethode” mit einem verträglichen Ohr-Reinigungsmittel, z. B. „Canosept”.

Der Hund schüttelt den von der Haut abgelösten Ohrenschmalz selbst aus. Beginnen Sie mit der „Waschmethode” aber erst nach Rücksprache mit Ihrem Tierarzt. Nicht jeder Welpe verträgt Mittel auf alkoholischer Basis. Andere Mittel, z.B. „Biomol” und andere, sind für den jungen Welpen ggf. besser geeignet.

Um Verletzungen der empfindlichen Innenohrauskleidung zu vermeiden, darf auf keinen Fall das innere Ohr mit Wattestäbchen oder ähnlichen Gegenständen gereinigt werden!

Die Behandlung von Entzündungen durch „Ohrmilben” oder sog. „Ohrenzwang” ist ausschließlich dem Tierarzt vorbehalten! Anzeichen sind ständiges Schütteln, Kratzen sowie übler Geruch aus dem Ohr.


Zahnpflege

Regelmäßiges Zähneputzen vermeidet Zahnbelag. Hundekuchen, Kalbsknochen oder solche aus Büffelhaut ersetzen die Zahnbürste. Reinigen Sie auch die Mundfalten, in denen sich Essensreste festsetzen können und dann Mundgeruch verursachen.

Krallen

Durch häufiges Laufen auf weichem Untergrund können die Krallen zu lang wachsen. Lassen Sie sie durch einen Fachmann oder vom Tierarzt kürzen! Haben Sie genügend Erfahrung gesammelt, können Sie es mit einer Nagelzange später selber machen. Vergessen Sie die 5. Kralle an den Vorderläufen ("Daumen") nicht. Feilen Sie die Krallen von Zeit zu Zeit.

Verstopfung

Manche Hunde leiden ab und zu an einer Verstopfung der Analdrüsen. Ihr Hund wird dann mit dem Gesäß über den Boden rutschen (Schlittenfahren) und den Anus ablecken.
Lassen Sie die Drüsen vom Tierarzt ausdrücken. Haben Sie aber schon einige Erfahrung gesammelt, dann lassen sich die Drüsen dadurch leicht entleeren, indem man sie mit Daumen und Zeigefinger beidseitig des Anus ausdrückt.


Ungeziefer

Kontrollieren Sie den Hund regelmäßig auf Ungeziefer (Flöhe, Zecken, Läuse)! Zecken können mit Eau de Cologne, Alkohol oder Öl kurzzeitig außer Gefecht gesetzt werden. Sie werden mit einer Zeckenzange (beim Tierarzt erhältlich) entfernt.
Die Zecke ist gegen den Uhrzeigersinn zu drehen und herauszuziehen. Danach bitte sofort desinfizieren. Bei Flöhen und Läusen mit dem Läusekamm gut durchbürsten und mit Spezialshampoo waschen. Vergessen Sie nicht, die Schlafstätte des Hundes ebenfalls zu desinfizieren.


Erste Hitze der Hündin

Im Alter von etwa 9 Monaten und danach alle 6 Monate wird eine Hündin läufig. Die Hitze dauert etwa 3 - 4 Wochen. Ab dem 9. bis zum 14. Tage ist sie in der Regel fruchtbar. Seien Sie also auf der Hut und halten Sie Ihre Hündin aus der Umgebung von Rüden fern! Rüdeneigentümer empfinden freilaufende, läufige Hündinnen als wahre Geißel; auch Sie werden nicht begeistert von einem Welpennest unbekannter Rasse sein.


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