Sollten Sie sich nach sorgfältiger Prüfung der persönlichen Voraussetzungen (Welpenkauf) zur Anschaffung eines Hundes dieser Rasse entschieden haben, so empfiehlt es sich, nur Züchter in Betracht zu ziehen, die über einen Zuchtverein, z. Zt.: 
Jagdspaniel-Klub e.V.
- 1907 gegründeter, ältester zuchtbuchführende Spanielklub
-
Verein Jagdgebrauchsspaniel e. V.
- ausschließlich jagdliche Zucht, Führung und Prüfung des Spaniels -
Spaniel-Club Deutschland e. V.
- 1985 gegründeter, dynamischer Rassehundezuchtverein -
Cocker Club Deutschland e. V.
- 1989 gegründet, betreut die Rassen English Cocker Spaniel und American Cocker Spaniel -
ihren Zwinger beim
Verband für das Deutsche Hundewesen e. V. (VDH)
angemeldet und geschützt haben. Der Käufer erhält somit für seinen Hund eine gültige, das heißt, eine von der
Fédération Cynologique Internationale (F.C.I.)
anerkannte Ahnentafel, die ihn berechtigt, nach einer Zuchttauglichkeitsprüfung, mit dem Hund zu züchten, wenn er es will. Das geltende Tierschutzgesetz fordert darüber hinaus, der Halter / Züchter eines Tieres muß vor allem über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen und es seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und artgerecht unterbringen (vgl. hierzu auch die Tierschutz-Hundeverordnung vom 02. 05. 2001 für das Halten und Züchten von Hunden).
Die Spaniel-Vereine im VDH haben sich bisher aus nicht erklärbaren Gründen immer noch nicht dazu bewegen lassen, fälschungssichere Abstammungsnachweise verbindlich einzuführen. Haben die Spaniel-Vereine im VDH gfs. Angst vor der Wahrheit ihres Zuchtbuches? Tun Sie wirklich alles für das Wohl des einzelnen Tieres sowie der ganzen Rasse? Die Beantwortung dieser und auch anderer Fragen nach wirksamen Konzepten und Maßnahmen der Bekämpfung von Erbkrankheiten bleibt man den Welpenkäufern eines nicht gerade billigen Rassehundes derzeit noch immer schuldig, geschweige einer transparenten Aufklärung und Dokumentation hierüber.
Welche Gründe sprechen für eine DNA-Typisierung?
Für die Stammbaumsicherung und eine akkurate Zuchtbuchführung ist ein sicherer Abstammungsnachweis unerläßlich. Die DNA-Analyse erbringt einen solchen fälschungssicheren Nachweis und führt zu zuverlässigen Angaben im Zuchtbuch, dem wichtigsten 'Kapital' des Züchters, des Zuchtvereins und des Käufers eines Rassehundes. Ein "illegales" Unterschieben wird somit unmöglich.
Sichere Stammbäume sind ferner bei der Erforschung von Erbkrankheiten eine der wichtigsten Voraussetzungen und dienen damit zukünftig auch dem Wohl des einzelnen Tieres sowie der ganzen Rasse.
Wer sich grundsätzlich zu DNA-Tests beim Hund informieren und den Bericht von Gabriele Dekomien, Ruhr-Universität Bochum, lesen und downloaden (PDF-File) möchte, hier die Download-Adresse bei der Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung e.V. in Bonn (zum Lesen ist der Acrobat Reader erforderlich):
http://www.gkf-bonn.de/projekt/pdf/b_dekomien14.pdf
http://www.gkf-bonn.de/projekt/pdf/b_dekomien14.pdf.zip
Laboklin: Eindeutige Klärung der Vaterschaft beim Hund mittels DNA-Analyse
Fragen Sie deshalb beim Kauf eines Rassehundes auch danach, ob ein DNA- Abstammungsnachweis - heutzutage also ein absolutes Routineverfahren - bereits bei den Elterntieren / Welpen durch die Züchter gemacht wurde und auf der Ahnentafel der Welpen, die der Rassezuchtverein ja als Urkunde dem Welpenkäufer ausstellt, zertifiziert ist!
Kaufen Sie immer nur direkt vom Züchter und nicht bei jemandem, der Ihnen einen Hund lediglich besorgen kann. Seriöse Züchter machen auch keine "Cashgeschäfte", sondern haben faire und transparente Kaufverträge.
Wichtige Informationen zu Kaufverträgen und den neuen gesetzlichen Gewährleistungsrechten (Verbrauchsgüterkauf) finden Sie unter: http://www.hundezeitung.de sowie "Das neue Schuldrecht - Was ändert sich beim Tierkauf?" eine Information des WDR unter:
http://www.wdr.de/tv/service/tiere/inhalt/20021013/b_3.phtml
Zur Frage des reellen Welpenpreises lesen Sie den VDH-Artikel " Welpenpreise - Liegen wir richtig?"
von Dr. Hans-Friedrich WillimzikKaufen Sie nach Möglichkeit bei einem Züchter, der nicht mehr als eine oder maximal zwei Hunderassen züchtet. In allzugroßen Zwingeranlagen erfahren Hunde meist nicht die erforderliche Zuwendung durch menschlichen Kontakt, der für einen gesellschaftsfähigen Hund unerläßlich ist. In den Entwicklungsphasen des Welpen innerhalb der ersten 10 Wochen wird der Grundstein gelegt, Versäumnisse sind später nicht mehr reversibel.
Nehmen Sie Kontakt zu mehreren Züchtern auf. Es empfiehlt sich, die Kontakte schon vor einem Wurf zu knüpfen. Seriöse Züchter möchten die zukünftigen Besitzer ihrer Hunde auch gerne frühzeitig kennenlernen. Sie sind an der weiteren Zukunft ihrer Hunde besonders interessiert.
Lassen Sie sich die Elterntiere - in erster Linie die Mutter - und die Umgebung zeigen, in der der Wurf aufwächst. Nur eine art- und tiergerechte Aufzucht und Haltung bildet die Voraussetzung für gesunde und wesensfeste Hunde. Lassen Sie sich immer den kompletten Wurf der Hündin zeigen.
Zunahme von Erbkrankheiten, das besorgniserregende Problem der derzeitigen Rassehundezucht:
Die Wahrscheinlichkeit, dass erbliche Defekte im Phänotyp auftreten, steigt mit dem Grad der Verwandschaft der Elterntiere. Je näher verwandt die Eltern miteinander sind, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gleiche Defektgene tragen und an ihre Nachkommen weitergeben. Bei der Auswahl eines Welpen ist also auch die Verwandtschaft zwischen den Eltern zu beachten, wobei sich der Grad der Verwandschaft aus der Zahl der gleichen Ahnen in den Pedigrees/Ahnentafeln der Eltern abschätzen läßt. Je mehr gemeinsame Ahnen sowohl in der Ahnentafel des Vaters als auch in der der Mutter auftreten, umso enger sind die beiden Tiere miteinander verwandt.
Gegen verschiedene Erbkrankheiten gibt es heute bereits Gentests, so dass man viele direkt durch Ausschluß der Defektträger oder auch Paarung derselben mit defektfreien Hunden bekämpfen kann. Dies ist die Pflicht des Züchters und der Zuchtvereine nach dem Tierschutzgesetz. Es gibt keine zu akzeptierende Ausrede eines Züchters, sobald für eine Erbkrankheit ein DNA-Test entwickelt worden ist, noch weiterhin Welpen zu produzieren, die von dieser erblichen Krankheit betroffen sind. Lesen Sie hierzu auch den kynologischen Aufsatz: Kommt der "Biohund"? von Dipl.Ing. Dr. agr. Hellmuth Wachtel, Wien.
Fragen Sie ferner danach, ob die Elterntiere insbesondere das Muttertier - wie auch alle anderen Tiere im Zwinger eines seriösen Züchters - geimpft wurden und, welche Welpenimpfungen der Züchter bereits veranlasst hat oder noch veranlassen wird (Grundimmunisierung).
Stellen Sie soviele Fragen, wie sie können. Fragen z. B. nach den Bedürfnissen, den Stärken, aber auch nach Schwächen dieser Rasse. Wenn Ihnen der Züchter darauf keine konkreten Auskünfte geben kann - wer dann?
Sollte Ihnen der Züchter und/oder die Umgebung, in der die Hunde aufwachsen, nicht zusagen oder sollte man Ihnen für Ihre Fragen keine ausreichende Zeit schenken wollen, so kaufen Sie bei einem solchen Züchter keinen Hund.
Verlangen Sie vor der Übergabe des Welpen eine "Gebrauchsanleitung". In dieser sollte als Minimum eine genaue Fütterungsanleitung enthalten sein. Fragen Sie auch nach dem Impfplan, dem Entwurmungsplan und einer Pflegeanleitung. Die Ahnentafel und den tierärztlichen Impfpass erhalten Sie bei der Übergabe des Hundes. Prüfen Sie den Impfpass des Welpen bei der Übergabe über die Welpen-Grundimpfungen nochmals auf korrekte Unterschrift und leserliche Adresse des Tierarztes nach.
Chippen
Ein winziger Identifikationschip bietet Schutz vor Diebstahl, Missbrauch und Verlust. Durch die subkutane oder intramuskuläre Injektion eines Mikrotransponders ist es möglich, ein Tier unverwechselbar, unverlierbar und unverfälschbar zu kennzeichnen. Während Tätowierungen mit der Zeit verblassen, kann der Code im Transponder nie gelöscht werden, auch nicht über einen Magneten.
Das Infektionsrisiko ist um ein vielfaches geringer als bei Tätowierungen. Die Mikrokapsel verwächst in kürzester Zeit mit dem Bindegewebe des Tieres und wandert nicht. Kaum größer als ein Reiskorn, mit einem kleinen "Pieks" vom Tierarzt unter die Haut appliziert, erhält das Tier einen weltweit einmaligen und fälschungssicheren Code.
Züchter, die ihre Welpen, entsprechend der Intention des Tierschutzgesetzes, nicht mehr an den Ohren tätowieren, sondern diese durch den Tierarzt völlig unproblematisch chippen lassen, müssen bei der Abgabe der Welpen dem Käufer deren Identität mittels Lesegerät nachweisen.